Trolle
Trolle - eine sagenumwobene Gestalt:
Das Wort “Troll” stammt aus der nordischen Mythologie. Die groben Gesellen sind das negative Gegenstück zu den zarten Feen und Elfen. Oft werden sie als Riesen oder Zwerge abgebildet und erklärt.
Bedeutung in Schweden:
In der Folklore spielen die Trolle beiderlei Geschlechts eine große Rolle. Dabei sind diese in Schweden nicht unbedingt negativ. Hier werden die mystischen Gestalten eher als unzuverlässig und geheimnissvoll beschrieben.
Allerdings erklärt ein Mythos, dass Trolle kleine Menschenkinder stehlen und ihr eigenes dafür zurücklassen. Praktisch ein Wechselbalg. Andrerseits gibt es Geschichten über Trollinnen, die Ritter heiraten wollen.
Diese Wesen sind im Allgemeinen wohl eine Erklärung für alle unerklärbaren Phanomene.
In Skandinavien baut man den kleinen, hilfreichen Trollen sogar Häuser und Kirchen in den Vorgärten. Diese haben eine verblüffende Ähnlichkeit mit den menschlichen Wohngebäuden.
Auch als Sovenier gibt es in Schweden undenklich viele Arten die groben Gesellen abzubilden. Ob aus Steinen, Holz, Tannenzapfen, Wolle - der Kreativität ist keine Grenzen gesetzt.
Bedeutung in Norwegen:
Hier gelten die Trolle meist als bösartige, ungeliebte Gesellen, denen man nicht gerne über den Weg laufen würde. Ein holzgeschnitzter Troll ist das Nummer eins Sovenier in Norwegen. Da das Land ein großes Öl- und Gasvorkommen besitzt, werden die Holzfiguren oft humorvoll als Ölscheichs gestaltet.
Auch in der Geografie haben sich die Wesen schon einen Namen gemacht: Es gibt unter anderem ein Ölvorkommen das “Troll” genannt wurde, die Bergregion “Trollheim” und eine Gebirgsstraße, die “Trollstiegen” also Trolltreppe heißt.
Arten:
Es gibt verschiedene Varianten der sagenumwobenen Trolle, so ist der Bergtroll, der Brückentroll und der Stollentroll außerordentlich dumm und einfallslos. Auch in dem Bestseller “Harry Potter und die Kammer des Schreckens” kommt ein Bergtroll vor.
