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Spiritismus

Definition Spiritismus:

Allgemein versteht man unter Spiritismus die Lehre und praktische Beschäftigung mit der Beschwörung von Geistern, die sich mittels eines Mediums in den unterschiedlichsten Formen mitteilen und verständlich machen sollen. Die Praxis der Geisterbeschwörung, von denen die Anrufung der Toten wohl am weitesten verbreitet ist, ist schon sehr alt und kommt in vielen Religionen vor.

Ursprung:

Die Anfänge des modernen Spiritismus glaubt man den Geschwistern Margaret und Kate Fox und deren Eltern zuordnen zu können, die angeblich 1848 kurz nach ihrem Einzug in ein Haus in Hydesville (New York) durch unerklärliche Klopfgeräusche erschreckt wurden und diese dem Geist eines ermordeten Hausierers zuschrieben.

Die Familie bediente sich der schon bekannten Technik, jedem Buchstaben des Alphabets eine bestimmte Anzahl von Klopfzeichen zuzuordnen und auf diese Weise mit dem „Klopfgeist“ zu kommunizieren. Sie traten mit dieser Methode sehr erfolgreich in die Öffentlichkeit und lösten damit eine regelrechte Welle von Geisterbeschwörungen aus.

Bei diesen spiritistischen Sitzungen wurden bald noch andere Wege der „Verbindung“ gebräuchlich, so zum Beispiel das „automatische Schreiben“, bei welchem der Geist scheinbar die Hand des Mediums führt, oder die Anwendung von Hypnose, welche den Zweck verfolgte, dass das auf die Weise in Trance versetzte Medium die Gedanken des Geistes aussprach.

Dieser moderne Spiritismus unterschied sich von den vergleichbaren älteren, kultischen Praktiken vor allem dadurch, dass sie in der Öffentlichkeit auf ein so reges Interesse stieß.a

Spiritismus als Religion:

Was mit den Vorstellungen der Fox-Schwestern in Amerika begann, verbreitete sich rasch auch in Europa. Hier begründete der Franzose Allan Kardec (1804-1869) als erster eine Religion, die auf dem Spiritismus und dem Glauben an die Reinkarnation (Wiedergeburt der Seele) basierte. Seine Lehre, die bis heute den Namen Kardecismus trägt, geht von der Vorstellung aus, dass die Geister als intelligente Wesen eine geistige Welt bilden und von dort aus mit dem Diesseits kommunizieren können.

Er verfasste mehrere Werke, welche, obwohl im Zeitraum von 1857 bis 1868 veröffentlicht, bis heute die Grundlage der spiritistischen Lehre darstellen und in 30 Sprachen übersetzt wurden. Die Bücher enthalten zum Beispiel  Interpretationen der Evangelien aus spiritistischer Sicht („Das Evangelium nach dem Spiritismus“), oder behandeln eine Aufbereitung von Gesprächen mit den Seelen Verstorbener, in welcher eine Verbindung zwischen dem Leben, das sie im Diesseits führten, mit ihrer Verfassung im Jenseits hergestellt werden soll („Der Himmel und die Hölle“).

Nachwort Spiritismus:

In Deutschland hielt der Spiritismus relativ langsam Einzug, löste auch keine Massenbewegung aus, fand aber äußerst starkes Interesse in intellektuellen und wissenschaftlichen Kreisen. Sowohl bei den ersten spiritistischen Religionen, wie auch bei entsprechenden Bewegungen unserer Zeit steht die Überzeugung im Vordergrund, dass die menschliche Seele nach dem Tod weiterlebt und es daher möglich ist, mit der Hilfe von Medien mit ihnen Verbindung aufzunehmen und Rat, Hinweise, eventuell auch Hilfe von ihnen zu empfangen.

Das traditionelle Christentum lehnt diese Auffassung entschieden ab, insbesondere, weil hier die Theorie vertreten wird, dass der Mensch im „Jenseits“ seine ursprünglichen Eigenheiten behält und sich diese „andere Welt“ kaum vom „Diesseits“ unterscheidet.

Dies widerspricht der kirchlichen Vorstellung von „Paradies“ und „Hölle“, welche eine Belohnung oder Läuterung der Seele vernehmen und sie in jedem Fall der irdischen Welt entrücken. Trotz dieser kontroversen Auffassung bezeichnen sich viele spiritistische Religionen als Christen, lehnen aber ihrerseits die traditionelle Kirche energisch ab.

Auch in der heutigen Zeit ist dieser weit verbreitet. Weltweit wird die Anhängerschaft auf über 100 Millionen geschätzt, wobei das stärkste Vorkommen in Südamerika liegt.



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Rezension
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