Zaubern
Definition Zaubern:
Ursprünglich bedeutet Zaubern ja “mit magischen Vorstellungen verbundene Praktiken bei Naturvölkern”. Und damit sind wir schon beim Knackpunkt: “mit magischen Vorstellungen verbunden”. Heute wird ja nicht mehr der Begriff Zaubern gebraucht, sondern man spricht von Magie und Illusion. Aber zurück zu den magischen Vorstellungen, zu denen wir ja bereit sein müssen und wollen, wenn Spannung und Nervenkitzel bei der Show aufkommen sollen.
Fangen wir einmal mit der leichtesten “Übung” des Zaubern an: dass der Magier, der Meister, einige Tauben in den sehr weiten Ärmeln seines wallenden Gewandes unterbringen kann, steht ausser Zweifel. Ja, aber das beliebstete Zaubern, ist die zersägte Jungfrau - aber heute spricht man ja von ‘der zersägten Dame’ hat selbstverständlich noch kein Menschenopfer gefordert. Selbst in den finstersten Zeiten der Inquisition ist man nicht auf diese Idee verfallen. Illusion ist durchaus der richtige Ausdruck; wir wollen den Nervenkitzel erleben und lassen zu, dass wir durch ausgefeilte Techniken der Lichteinwirkung nur das sehen, was wir sehen sollen und wollen. Unserer Wahrnehmung entziehen sich mechanische und technische Vorgänge, die in der Dunkelheit verschwinden lassen, was verschwinden soll.
Von der schwebenden Jungfrau sollte man ja heute auch nicht mehr sprechen; es heisst jetzt ‘die schwebende Illusion’, kürzlich bezaubernd vorgeführt von Uschi Glas; selbstverständlich auch hier das gleiche Vorgehen; der Vorgang des Anhebens der Dame geschieht in absoluter Dunkelheit.
Aber dennoch, beim Zaubern kommen wir doch einmal zu David Copperfield, zweifelsfrei einer der besten, wenn nicht der beste der Magier-Gilde, atemberaubend spannend und spektakulär alle seiner Auftritte. Und dann gab es da noch die Sendung “Die Tricks der Magier”. Es wir immer Menschen geben die uns mit atemberaubenden Tricks und Zaubern die Sprache verschalgen.
